Gütesiegel „Sicher mit System“ für Brose-Werk Rastatt
Freuen sich über die Verleihung des Gütesiegels "Sicher mit System": (v.l.n.r.) Dipl. Ing. Gerhard Kesselhut, Sicherheit Werk Rastatt, Linda Jeromin, Referentin Industrie und Energie der IHK Karlsruhe, Karl Kovac, Fertigungsleiter Brose Rastatt, Armin Deuchert, Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd, Sabine König, Projektleiterin und Personalverantwortliche Brose Rastatt sowie Werkleiter Jan Francke.
Um das BG-Gütesiegel zu erhalten, müssen sehr gute Leistungen in sicherheits- und gesundheitsschutzrelevanten Bewertungsfeldern erbracht sein. Darüber hinaus werden die wesentlichen Prozesse des Unternehmens beleuchtet und in den Entscheidungsprozeß der Berufsgenossenschaft einbezogen.
„Nur 45 von insgesamt 95.000 Unternehmen, die bei der Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd versichert sind, haben bislang unser Gütesiegel erhalten“, erklärt Armin Deuchert bei der offiziellen Übergabe. „Herausragende Unternehmen verdienen es, dass ihre Leistungen gewürdigt werden. Deshalb freue ich mich, Brose Rastatt für sein vorbildliches Arbeitsschutzmanagement auszeichnen zu können. Neben hohen Sicherheitsstandards und dem permanenten Bestreben, unnötige Arbeitsbelastungen zu vermeiden, haben mich vor allem die kurzen Informationswege und die vielen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern beeindruckt", so Deuchert weiter.
Werkleiter Jan Francke: „Das Wohlergehen unserer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in unserem Familienunternehmen und fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Deshalb freuen wir uns über diese Anerkennung und werden auch zukünftig nicht in unseren Bemühungen nachlassen, in allen Unternehmensbereichen Höchstleistungen zu erbringen.“
Türsysteme aus Rastatt – Just in Sequence seit 2004
Zeitgleich mit dem Produktionsstart der neuen A-Klasse wurde im Juni 2004 das Brose-Werk Rastatt zur Herstellung von Türsystemen für Daimler im Industriepark des Automobilherstellers in Betrieb genommen.
Diese Türsysteme werden im Produktionsverbund der Werke Hallstadt und Rastatt hergestellt: So werden in Hallstadt auf hoch automatisierten Anlagen Fensterheber und Dichtung auf de Modulträger aufgebracht; im Werk Rastatt werden die Türsysteme mit Kabelbaum, Türsteuergerät, Schloss, Lautsprecher und weiteren Anbauteilen komplettiert und täglich rund 4.800 Einheiten in bis zu 1.000 Varianten montiert.
Die fertigen Türsysteme werden dann in Gondelbehältern über ein Hängefördersystem, dass Brose Rastatt mit dem Daimler-Werk verbindet, direkt an das Fahrzeugmontageband transportiert. So stehen die Brose Erzeugnisse sequenzgenau bereits 60 Minuten nach Auftragseingang vorgeprüft und einbaufertig bei dem Automobilhersteller bereit.
Bei der Just-in-Sequenzce-Fertigung steht Brose – je nach Standort – eine Steuerzeit zwischen 60 und 80 Minuten zwischen dem elektronischen Auftragseingang und der Bereitstellung der Türsysteme an der Montagelinie des Fahrzeugherstellers zur Verfügung.
Brose setzt weltweite Standards als Markt- und Technologieführer
Brose gilt als Erfinder des modularen Türsystems und hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren vom Spezialisten für Fensterheber zum Systemintegrator entwickelt, der für die komplette Türentwicklung verantwortlich ist. Mit einem Marktanteil von 39% ist Brose der weltweit führende Anbieter von Türsystemen.
Das von Brose entwickelte Türsystem, das die Fahrzeugtür in einen Nass- und einen Trockenraum unterteilt, stellt heute den anerkannten Standard dar. Bei diesem Konstruktionsprinzip nimmt die „trockene“ Türhälfte die Elektronik auf, während in der „nassen“ die mechanischen Komponenten untergebracht sind. Durch die modulare Bauweise läßt sich ohne Umbau- und Umrüstzeiten eine Vielzahl von Produktvarianten herstellen. Ein weiterer Pluspunkt dieser technischen Innovation: Es fallen weniger Bauteile an, das Fehlerpotenzial sinkt und das Abdichten einzelner elektronischer Funktionselemente wird überflüssig.
„Nur durch intelligente Erzeugnisse sowie effiziente Fertigungstechnik und Organisation können wir auch in einem Hochlohnland wie Deutschland wirtschaftlich produzieren“, so Werkleiter Francke weiter. Im Brose-Werk Rastatt sind gegenwärtig rund 70 Mitarbeiter beschäftigt.
Gegenwärtig fertigt Brose in zehn Werken in Europa und Übersee Türsysteme, Fensterheber, Schlösser und Sitzverstellungen für rund 27 Modelle der Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach. Die Partnerschaft mit dem Daimler Konzern besteht seit über 75 Jahren.
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