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Presse/Kommunikation

Internationales Geschäft Maßstab für den Erfolg

Coburg (2.7.2004). "Angesichts der fortschreitenden Globalisierung vieler Wirtschaftsbereiche ist die nationale Entwicklung eines Unternehmens heute kein Erfolgsmaßstab mehr." Mit diesen Worten erläuterte Michael Stoschek, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe, Gesellschaftern und Beiräten des Unternehmens den Jahresabschluss 2003.

Brose verzeichnete im zurückliegenden Jahr einen weltweiten Geschäftszuwachs von 7% auf 1,9 Mrd. €. Mit einer Umsatzsteigerung von 20% auf 850 Mio. € erzielten die Gesellschaften außerhalb Deutschlands den größten Zuwachs. Ihr Anteil am Gesamtumsatz betrug 44%. Im kommenden Jahr wird das Auslandsgeschäft der Brose Gruppe das des Inlands erstmals übersteigen.

Nachdem auch der größte Teil der in Deutschland produzierten Fahrzeuge exportiert wird (71%), wird Brose von der schwachen Inlandskonjunktur zunehmend unabhängiger.

Wachstum gegen den Branchentrend
Trotz der weltweit rückläufigen Produktionszahlen in der Automobilindustrie und des anhaltenden Drucks auf die Erzeugnispreise entwickelte sich das Geschäft mit elektromechanischen Komponenten und Systemen für Fahrzeugtüren und -sitze besser als der Branchentrend: Den größten Anteil an dieser Entwicklung hatte das Geschäft mit Türsystemen und Sitzverstellungen für die Geländewagen VW Touareg und Porsche Cayenne.

Während die Verkaufserlöse mit Sitzverstellungen um 13% auf 310 Mio. € stiegen und das Geschäft mit Türsystemen um 11% auf 585 Mio. € wuchs, übertraf das Fensterhebergeschäft mit 736 Mio. € nur leicht das Vorjahresniveau (+1%). Die Umsätze mit Schließsystemen sanken um 4% auf 220 Mio. €.
Rückläufiges Ergebnis

Aufwendungen für Gewährleistungen, negative Wechselkursentwicklungen und Vorleistungen für neue Produktionsstätten belasteten Ergebnis und Jahresüberschuss, so dass diese mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt halten konnten.

Investitionen in die Zukunft
Dennoch konnten Investitionen und Wachstum auch 2003 aus Eigenmitteln finanziert werden. Wegen der traditionell geringen Gewinnausschüttung an die Gesellschafter erreichte das Eigenkapital rund zwei Drittel der Bilanzsumme und schafft die Voraussetzung für eine weitere stabile Expansion der Unternehmensgruppe.

Weltweit investierte Brose 2003 rund 128 Mio. € in den Aufbau neuer Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien, den USA und Kanada sowie in neue Fertigungstechnik und den Ausbau der Informationstechnologie.
In Saarwellingen, Gent/Belgien und Chicago/USA wurden drei Werke in Betrieb genommen. Damit hat sich die Zahl der weltweiten Produktionsstätten auf 24 erhöht. Allein in den vergangenen zehn Jahren baute Brose 18 neue Werke in Europa und Übersee auf.

Hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Die Brose Gruppe verfolgt konsequent das Ziel, sich als Technologieführer vom Wettbewerb zu differenzieren. Weltweit arbeiten 850 Ingenieure und Techniker an der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Für Forschung und Entwicklung werden jährlich rund 130 Mio. € aufgewendet. Dies entspricht 7% vom Umsatz - im Branchenvergleich ein hoher Wert.

Internationalisierung setzt sich fort
Vor dem Hintergrund der geplanten Geschäftsausweitung in China hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, in Changchun eine dritte chinesische Produktionsstätte zu errichten. In Fertigungs- und Informationstechnologie, Grundstück und Gebäude sollen rund 17 Mio. € investiert werden. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2006 geplant.

Mit der Errichtung dieses Werkes vollzieht Brose einen weiteren Schritt zur Verstärkung der Aktivitäten in Asien. Darüber hinaus wird Brose neben den bestehenden Entwicklungs- und Vertriebsbüros in Japan und Korea ein Einkaufsbüro in Shanghai eröffnen.

Weltweiter Bedarf an qualifizierten Fachkräften
Brose hat im zurückliegenden Geschäftsjahr weltweit 573 neue Mitarbeiter eingestellt. Der Personalaufbau erfolgte überwiegend außerhalb Deutschlands im Vorgriff auf die Inbetriebnahme neuer Werke und die Bearbeitung neuer Kundenprojekte.

Am Jahresende waren an 30 Standorten in Europa, Nord- und Südamerika, Südafrika und Asien rund 7.500 Mitarbeiter beschäftigt. Bereits 38% der Beschäftigten arbeiten heute außerhalb Deutschlands.

176 junge Menschen befanden sich 2003 an den deutschen Brose-Standorten in der Berufsausbildung. Während 145 einen gewerblich-technischen oder kaufmännischen Beruf erlernten, absolvierten 31 Hochschüler ein Studium an der Berufsakademie (BA) in den Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

Verhaltender Optimismus für 2004
Wachstumsimpulse erwartet Brose im laufenden Geschäftsjahr vom Anlauf neuer Produkte in den Werken Rastatt, Saarwellingen, Gent und Bratislava sowie in den nordamerikanischen Produktionsstätten Chicago und Tuscaloosa.

Angesichts der schwachen Nachfrage nach einzelnen Fahrzeugmodellen, rückläufigen Erzeugnispreisen und Wechselkursschwankungen rechnet das Unternehmen 2004 nur mit einem Umsatzanstieg von 3%.

Gesellschafter und Beirat der Brose Gruppe hatten für 2004 Investitionen in Höhe von 145 Mio. € beschlossen, insbesondere in neue Fertigungstechnik, den Aufbau neuer Standorte sowie den Ausbau der weltweiten Informationstechnik. Davon sollen 80 Mio. € in Deutschland, 15 Mio. € im europäischen Ausland und 50 Mio. € in Übersee investiert werden.


Presse-Kontakt:
Christian Treinies
Telefon: +49 9561 21 2332
Fax: +49 9561 21 1704
E-mail: christian.treinies@brose.net

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