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Bamberg

Brose Bamberg unterliegt Baskonia Vitoria Gasteiz mit 71:96

Bamberg, 21.03.2017

Das sind diese Spiele, vor denen Kritiker des neuen Euroleague-Formats vor der Saison gewarnt hatten: Brose Bamberg hat keine Chance mehr auf den Einzug in die europäischen Playoffs, am Sonntag das wegweisende Spitzenspiel in der Bundesliga gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Ulm vor sich – und trotzdem müssen die Trinchieri-Jungs unter der Woche gleich zwei eigentlich bedeutungslose Spiele in der europäischen Königsklasse absolvieren. Das erste gegen Baskonia Vitoria endete mit einer 71:96-Heimniederlage.

Nach der Niederlage beim FC Bayern München hat sich für Coach Andrea Trinchieri die Personalsituation weiter angespannt: neben den länger verletzten Elias Harris und Janis Strelnieks fiel gegen Baskonia Vitoria auch Maodo Lo aus, der am Sonntag im Audi Dome umgeknickt war. Andrea Trinchieri stellte seine ersten Fünf mit Melli, Zisis, Causeur, Miller und Radosevic relativ schnell um und schonte seine Stammkräfte, denn vor allem bei Melli und Miller war die Belastung der letzten Monate in der Konzentration und der Spritzigkeit deutlich anzumerken. Ungenaue Würfe, stets einen Tick zu langsam gegen die Gäste aus Vitoria. 5:22 lag Bamberg schon nach acht Minuten zurück, ehe Lucca Staiger und Patrick Heckmann die ersten von am Ende zehn Bamberger Dreiern trafen. Dennoch war die Partie faktisch nach dem ersten Viertel mit 11:28-Rückstand entschieden. Mit zehn Punkten im zweiten Viertel drückte Jerel McNeal den Abstand noch einmal auf elf Punkte (34:45), dann drehte Baskonia aber wieder auf und ließ Bamberg mit einem 36:53 in die Pause gehen.

An den Kräfteverhältnissen änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Daniel Theis (11 Punkte) knallte zum Jubel der Bamberger Fans zwei sehenswerte Dunkings in den Korb, Lucca Staiger (12 Punkte) präsentierte sich aus der Distanz mit vier Dreiern bei sechs Versuchen sehr sicher, Topscorer Jerel McNeal (17 Punkte) tankte sich noch einige Male sehenswert durch die Baskonia-Abwehr und schloss per Korbleger ab. Doch auf alles hatte das mit sechs NBA-erfahrenen Spielern gespickte Vitoria eine starke Antwort, so dass Bamberg mit 71:96 die höchste Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen musste.

Headcoach Andrea Trinchieri: „Gratulation an Vitoria zu einem beeindruckenden Spiel. Wir waren heute nur durchschnittlich. Wir konnten nicht gegen ihre Physis anstehen. Daher habe ich eine klare Meinung: sie mussten gewinnen, um den Playoff-Platz zu behaupten, wir waren bereits ausgeschieden. Das machte den Unterschied. Das erste Viertel hat das Spiel entschieden, als wir physisch und psychisch nicht bereit waren und wir nicht mithalten konnten. Danach haben wir zwar einen Weg gefunden und mitgespielt, aber sie waren weiterhin beeindruckend und haben verdient gewonnen.“

Schon morgen, 23. März 2017, müssen die Trinchieri-Jungs zum letzten Mal in dieser Euroleague-Saison auswärts antreten – ab 20 Uhr treffen Coach Andrea Trinchieri als auch Nicolo Melli in ihrer Heimat auf ihren Ex-Club Emporio Armani Mailand.

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