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Göttingen

Brose Baskets drehen irre Partie beim Favoritenschreck Göttingen

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Göttingen, 22.12.2014

Eine unglaublich dramatische Partie haben die Brose Baskets am Montagabend in der „Fan-Hölle“ Lokhalle mit 86:93 gegen den Aufsteiger BG Göttingen gewonnen. Zweimal ließen sich die Bamberger nicht von einem zweistelligen Rückstand aus der Fassung bringen und drehten trotz Hallenverweises für Trainer Andrea Trinchieri die Partie binnen sechs Minuten zum zweiten Auswärtssieg binnen 48 Stunden.

Für drei Heimspiele im Dezember ist die BG Göttingen wegen Belegung ihrer neuen S-Arena in ihre alte Basketball-Kultstätte gezogen. Und die Lokhalle, in der der Aufsteiger 2010 die EuroChallenge gewann, ist bei den Gegnern wegen der Enge, Nähe und der Stimmung der knapp 3600 BG-Fans berüchtigt. Zwei Tage zuvor war ratiopharm Ulm dort mit 80:92 unter die Räder gekommen, auch Bayern München verlor daheim gegen den Aufsteiger. Und das hatte weitestgehend zwei Gründe: Khalid El Amin, 35-jähriger Routineer, mit nur 1,77m Größe einer der beiden kleinsten Spieler der Bundesliga, sowie Raymar Morgan, zwei mutige Transfers der Göttinger, denn beide Spieler waren in der Vorsaison fast ein Jahr lang verletzt. El-Amim traf sogleich zehn Punkte gegen die Bamberger im ersten Viertel (24:22), Morgan drehte im zweiten Viertel auf und war für den 11:0-Lauf der Göttinger zum 40:27 verantwortlich. Janis Strelnieks und Ryan Thompson konterten mit zwei leichten Korblegern nach Ballgewinnen zum 40:31, das war der Weckruf für die Bamberger. Dreimal in Folge stoppten nun die Bamberger die Göttinger Angriffe und konnten dreimal mit Korbleger plus Bonusfreiwurf wegen Foul abschließen. Trevor Mbakwe (10 Punkte) und Janis Strelnieks brachten die Brose Baskets in Schlagweite (42:40), Strelnieks kurz vor der Pause mit einem Dreier sogar in Führung (46:48).

Aber auch nach der Pause brachten die Trinchieri-Jungs El-Amin nicht unter Kontrolle, egal ob die Spielmacher Brad Wanamaker oder Janis Strelnieks oder der athletischere Ryan Thompson den Göttinger Spielmacher verteidigte: entweder machte El-Amin die Punkte selbst oder bediente vor allem Raymar Morgan (37 Punkte!). Die Folge war der 71:66-Rückstand nach dem dritten Viertel, Göttingen kam Anfang des Schlussviertels unter frenetischem Jubel der 3600 BG-Fans zu den nächsten beiden Dreiern und zur 80:70-Führung. Ein zweifelhafter Foulpfiff sieben Minuten vor Schluss für Göttingen ließ bei Andrea Trinchieri die Hutschnur platzen, er diskutierte lautstark mit den Schiedsrichtern, die ihn dann mit zwei technischen Fouls der Halle verwiesen. Trinchieri gab aber seinem Co-Trainer Ilias Kantzouris die entscheidende Taktikänderung mit auf dem Weg: ab da sollten sich die großen langen Center schon beim Spielaufbau um den kleinen „Kugelblitz“ Khalid El-Amin kümmern. Der Trainer-Platzverweis schweißte das Team in den letzten Minuten zusammen: Ryan Thompson mit Korbleger, danach verwandelte Daniel Theis einen Tip-In mit Bonusfreiwurf zum 81:75. In der Folge nahm Theis El-Amin vollkommen aus dem Spiel, provozierte die Göttinger so zu drei Ballverlusten in Folge, vorne konnte Josh Duncan (21 Punkte) zum 83:83 ausgleichen. Das 85:83 der Göttinger beantwortete Janis Strelnieks (20 Punkte) mit seinem dritten Dreier zur 85:86-Führung. Brad Wanamaker und Topscorer Ryan Thompson (23 Punkte) brachten die irre Partie mit dem 5:23-Lauf der Bamberger am Schluss dann siegreich nach Hause. Mit dem elften Saisonsieg haben sich die Bamberger nun auch für den BBL-Pokal qualifiziert, denn sie sind nicht mehr aus den besten sechs Teams der Hinrunden-Tabelle zu verdrängen.

Ilias Kantzouris (Co-Trainer Brose Baskets): „Wir haben in den ersten 33 Minuten viel versucht, um Khalid El-Amin zu stoppen. Er hatte jedoch immer eine Lösung gefunden und wir haben die letzte Alternative, die wir in den letzten Tagen trainiert haben, ausprobiert. Mit einem Centerspieler gegen El-Amin haben wir die Defensive in den Griff bekommen. Dann haben wir in der Offensive den Ball gut bewegt und das Resultat ist ein weiterer Auswärtssieg für uns gegen ein sehr starkes Team.“

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26.12.2014, kommt es ab 15 Uhr in der Brose Arena zum Spitzenspiel der Beko-BBL: der bislang ungeschlagene Tabellenführer Alba Berlin muss beim Tabellendritten Brose Baskets antreten.

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