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Bamberg

Euroleague: Brose Baskets schlagen Maccabi Tel Aviv deutlich

Bamberg, 05.11.2015

Das war ein dickes Ausrufezeichen der Brose Baskets in Europas Königsklasse! Mit einem 77:66-Team jagte das Trinchieri-Team den fünffachen Euroleague-Champion Maccabi Tel Aviv aus der Brose Arena, mit nun zwei Siegen und zwei Niederlagen festigen die Bamberger Rang drei in der Gruppe D. Platz vier der Sechsergruppe ist für das Erreichen der nächsten Runde Top16 nötig.

Maccabi war aber besonders in der Anfangsphase stärker als Bamberg. Vor allem mit Center Arinze Onuako kam Bigman Gabriel Olaseni in den ersten Minuten gar nicht klar, die Israelis lagen schnell mit 10:3 in Führung. Lediglich Nicolo Melli hielt mit zwei Dreiern für die Hausherren dagegen (6:13). Mit der Einwechslung von Elias Harris wachten die Hausherren endgültig auf. Der 25-jährige bewachte zum einen den Ex-Bamberger Trevor Mbakwe sehr gut, traf zudem zwei Korbleger und zwei Freiwürfe, so dass die Brose Baskets nach einem 8:0-Lauf mit 14:13 in Führung gingen. Doch die Partie blieb knapp, Bamberg zwar stark in der Defensive, vorne aber ließen die Trinchieri-Jungs ein paar Korbleger und Freiwürfe liegen, nur eine 23:22-Führung nach Viertel eins. Gerade bei der Reboundarbeit wirkten die Brose Baskets gegenüber den ersten Euroleague-Spielen entschlossener und beherzter. Sieben Offensivrebounds konnten sich die Trinchieri-Jungs ergattern, machten dadurch viele Punkte durch zweite Chancen und gingen deutlicher in Führung (39:31), mit sieben Punkten Vorsprung ging es in die Pausenkabine (42:35).

Doch nach dem Seitenwechsel war es schnell vorbei mit der Bamberger Überlegenheit – Maccabi machte schnelle Punkte im Stile eines selbstbewussten Euroleague-Urgesteins und ging durch Trevor Mbakwe Mitte des dritten Viertels wieder in Führung. Bamberg dagegen verhielt sich verunsichert, lediglich neun Punkte machten die Hausherren in Viertel drei. Den knappen 51:52-Rückstand vierzig Sekunden vor Viertelende ließen die Bamberger durch zwei eklatante Fehler auf 51:57 anwachsen. Und was machte Trainer Andrea Trinchieri, bekannt für seine explosive Art bei Defensiv-Fehlern seiner Spieler? Der 48-jährige Italiener klagte niemanden an, malte keine Taktik oder Spielzüge aufs Brett. Sondern appellierte ganz ruhig an die Moral und das Herz seines Teams: „Wir haben keine Energie, wir haben keine Leidenschaft, wir spielen nicht klug. Wir müssen uns jetzt entscheiden! Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir die Art, wie wir spielen ändern. Und wir haben noch zehn Minuten, wir spielen zu Hause!“ Was folgte, waren wohl mit die besten zehn Minuten, die ein Bamberger Team je in der Euroleague abgeliefert hatte: Brad Wanamaker (15 Punkte, 8 Rebounds) traf zwei Freiwürfe, Nikos Zisis (10 Punkte) einen freien Dreier zum 56:57. Die Fans standen laut hinter ihrem Team und explodierten förmlich, als Daniel Theis in bester „Mbakwe“-Manier zwei Dunkings in Folge durch den Korb haute. Nikos Zisis vollendete den 12:0-Lauf mit seinem nächsten Dreier zum 63:57. Vor allem in der Defensive machten die Bamberger ganz dicht, in sieben Minuten gelang Maccabi, Euroleague-Champion von 2014, lediglich zwei Punkte. Und Topscorer Daniel Theis (16 Punkte, 7 Rebounds) glänzte im Zusammenspiel mit Nicolo Melli (9 Punkte, 10 Assists) – der Italiener bediente Theis einige Male für direkte Punkte, Theis schraubte mit dem nächsten Dunking die Führung auf 69:59 rauf. Dieses Mal ließen sich die Bamberger die Chance auf die Sensation nicht nehmen, mit unglaublichem Selbstbewusstsein gelang den Hausherren der 77:66-Heimsieg.

Headcoach Brose Baskets Andrea Trinchieri: „Das ist ein großer Sieg für uns. Maccabi hat die Euroleague gewonnen, und zwar gerade einmal vor 15 Monaten, nicht etwa vor 15 Jahren. Für uns war es aber das erwartet schwere Spiel. Wir sind neu, wir sind naiv, wir sind Anfänger. Maccabi hat unsere Offensive für drei Viertel komplett aus dem Tritt gebracht. Aber es gibt Tage, da musst du als Trainer einen Schritt zurücktreten. Und daher geht heute all mein Respekt, all mein Dank an meine Spieler. Sie haben im letzten Viertel einen sensationellen Job gemacht. Meine Spieler spielten mit großem Herz, mit Leidenschaft, mit Personalität. In diesem Spiel waren sie besser als ich.“

Schon am Sonntag, 8. November 2015, sind die Brose Baskets in der Beko-BBL wieder gefordert: ab 17 Uhr stehen die Trinchieri-Jungs auf dem Parkett der Paul-Horn-Arena und müssen bei den Walter Tigers Tübingen bestehen.

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