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Würzburg

Würzburg unterliegt Frankfurt

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Würzburg, 06.04.2016

Am Ende gab die größere Routine den Ausschlag: Die s.Oliver Baskets mussten sich zum Auftakt des 29. Spieltags der Beko BBL den FRAPORT SKYLINERS in der wie immer restlos ausverkauften s.Oliver Arena knapp mit 87:91 (45:42) geschlagen geben. Die Gäste aus Frankfurt holten sich den Sieg erst in den letzten 48 Sekunden und nahmen damit Revanche für die Niederlage im Hinspiel.

14-mal stand es im Main-Derby bislang Unentschieden, zwanzig Mal wechselte in den vierzig Minuten die Führung, kein Kontrahent konnte sich mehr als sieben Punkte absetzen. „Die Würzburger haben ein hohes Tempo gespielt, das wir lange nicht mehr gesehen haben. Damit haben sie uns unter Druck gesetzt“, sagte SKYLINERS-Trainer Gordon Herbert nach dem Spiel.

Schon im ersten Viertel deutete sich an, dass die Partie eine extrem spannende Angelegenheit werden würde. Bei den s.Oliver Baskets war es zu Beginn vor allem Brendan Lane, den die Frankfurter nicht in den Griff bekamen: Der Center erzielte 12 seiner 23 Punkte in den ersten zehn Minuten, nach denen die Gäste vor allem dank ihrer beiden deutschen „Big Men“ Danilo Barthel und Johannes Voigtmann mit drei Zählern in Führung lagen (21:24).

Auch im zweiten Spielabschnitt konnte sich kein Team größere Vorteile verschaffen – einen Sechs-Punkte-Vorsprung der Frankfurter (26:32, 13. Minute) konterten Joshiko Saibou und Cameron Long mit zwei erfolgreichen Dreiern. In den Minuten vor der Pause war es dann Maurice Stuckey, der nach einem weiteren Dreier zweimal mit Power zum Skyliners-Korb zog und für eine 45:40-Führung sorgte – beim Stand von 45:42 wurden die Seiten gewechselt.

Würzburgs Youngster Max Ugrai, der erneut starten durfte, sorgte mit einem Dreier mit Ablauf der Schussuhr für einen guten Start in die zweite Halbzeit. Nachdem Stuckey ebenfalls per Dreier auf 51:44 erhöht hatte – die höchste Würzburger Führung im Spiel in der 22. Minute – waren wieder die Gäste aus Mainhattan am Zug. Einen 10:0-Lauf der Frankfurter zum 51:54 stoppte Baskets-Trainer Doug Spradley in der 24. Minute mit einer Auszeit, die Wirkung zeigte: Bis zum Ende des 3. Viertels holten sich seine Spieler den Sieben-Punkte-Vorsprung zurück (69:62).

Nur gut zwei Minuten benötigten Danilo Barthel und Jordan Theodore dann zu Beginn des vierten Viertels, um durch sieben Punkte in Serie den erneuten Ausgleich herbeizuführen (69:69, 33. Minute). Im Anschluss sahen die 3.140 Zuschauer in einer von beiden Seiten weiterhin sehr intensiv geführten und hart umkämpften Partie noch fünf weitere Führungswechsel. Knapp zwei Minuten vor dem Ende traf Philip Scrubb für Frankfurt einen Dreier zum 81:87, doch die s.Oliver kamen durch einen Korbleger von Brendan Lane und vier Freiwürfe von Dru Joyce und Seth Tuttle noch einmal zurück: 87:87 lautete der Spielstand 48,6 Sekunden vor der Schlusssirene.

Nach einer Auszeit von Gordon Herbert entschied dann Jordan Theodore per Korbleger das Spiel: Er traf zum 87:89. Auf der anderen Seite gelang den Würzburgern kein erfolgreicher Abschluss mehr. Statt dessen bekam Quantez Robertson den Ball, entwischte allen Gegenspielern und konnte 5,6 Sekunden vor dem Ende den Ball zum Endstand von 87:91 in den Korb legen. „Wir hatten die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Frankfurt war aber in der entscheidenden Phase etwas erfahrener und cleverer als wir“, sagte Doug Spradley nach dem Spiel.

Im Kampf um Playoff-Platz Acht haben die GIESSEN 46ers als hartnäckigste Verfolger der s.Oliver Baskets damit die Chance, mit einem Heimsieg am Freitag gegen Braunschweig in der Tabelle nach Punkten gleich zu ziehen. Für die Braunschweiger Basketball Löwen wäre ein Sieg die letzte Chance, doch noch einmal in das Rennen um die Playoff-Plätze eingreifen zu können. Für die Würzburger geht es nach einem freien Wochenende am 30. Spieltag mit einem Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven weiter (Sonntag, 17. April, 15 Uhr), bevor am Freitag, 22. April um 20:30 Uhr die Telekom Baskets Bonn in der s.Oliver Arena zu Gast sind.

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