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Coburg

Brose feiert 100-jähriges Standortjubiläum in Coburg

Mitarbeiter, Angehörige und Freunde – mehr als 8.000 Gäste besuchten den Familientag in Coburg und erlebten ein buntes Rahmenprogramm von Werksrundgängen, E-Bike-Fahrten, Mitmachaktionen des Brose Kids Club und Unterhaltung auf der Showbühne.

Mitarbeiter, Angehörige und Freunde – mehr als 8.000 Gäste besuchten den Familientag in Coburg und erlebten ein buntes Rahmenprogramm von Werksrundgängen, E-Bike-Fahrten, Mitmachaktionen des Brose Kids Club und Unterhaltung auf der Showbühne.

Coburg, 06.07.2019

Juni 1919: Elf Jahre nach der Eröffnung eines Handelshauses für Automobilteile in Berlin gründet Max Brose mit seinem Geschäftspartner Ernst Jühling im oberfränkischen Coburg das Metallwerk Max Brose & Co. Aus dem regionalen Handwerksbetrieb entwickelt sein Enkel Michael Stoschek ab 1971 einen weltweit tätigen Automobilzulieferer. Aktuell stellt sich das Familienunternehmen mit dem größten Erneuerungsprogramm seiner Geschichte zukunftsfähig auf. Bei einem Jubiläumsempfang am 6. Juli in Coburg blickten Gesellschafter und Geschäftsführung vor rund 100 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur auf das letzte Jahrhundert zurück und gaben einen Ausblick in die Zukunft.

„In den vergangenen 100 Jahren haben wir von Coburg aus viele Produkte in die Welt gebracht, bei denen wir heute Marktführer sind“, erklärte Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe. Als Beispiele nannte er den „Atlas-Fensterheber“, mit dem das Unternehmen vor über 90 Jahren den Grundstein für seinen größten Geschäftsbereich Tür mit einem Umsatz von derzeit rund 3,2 Milliarden Euro legte. Mit innovativen Funktionen wie selbsttätig öffnenden Türen will der Zulieferer den Fahrzeugzugang der Zukunft maßgeblich mitgestalten.

Die erste elektrische Sitzverstellung in einem Serienfahrzeug in Europa kam 1979 ebenfalls von Brose aus Coburg. Von hier aus steuert der Geschäftsbereich Sitz heute seine weltweiten Aktivitäten, mit denen er einen Umsatz von knapp 2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Bei der Einführung innovativer Fertigungstechnologien und bei Anläufen neuer Produkte hat das Coburger Werk eine Vorreiterrolle. Aktuell entwickeln Experten am Standort Ideen für flexible und besonders komfortable Fahrzeuginnenräume.

Bei der erfolgreichen Geschäftsentwicklung des Zulieferers stand in den vergangenen Jahrzehnten Qualität immer vor Quantität. Dieser Anspruch soll in Zukunft weiterhin gelten: „Mir ist wichtig, dass Brose kein steriler, gesichtsloser Konzern wird, sondern auch bei weiterem Wachstum ein attraktives, agiles und transparentes Familienunternehmen bleibt, dessen Führung ein Herz für die Mitarbeiter hat, besonders in der Produktion“, betonte Michael Stoschek. Der Enkel des Firmengründers führte Brose 34 Jahre und vertritt seit 13 Jahren als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung die Interessen der Eigentümer gegenüber dem Management.

Der Wandel in der Automobilbranche, ein rückläufiger Markt insbesondere in China und ein hoher Preisdruck beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung der Brose Gruppe. Aufgrund der niedrigen Personal- und Arbeitskosten in Osteuropa muss zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Sitzfertigung in Coburg verbessert werden. „Wir feiern dieses Jubiläum daher in schwierigen Zeiten. Eine besondere Stärke unseres Familienunternehmens ist jedoch, dass Gesellschafter, Geschäftsführung und Mitarbeiter gemeinsam an Lösungen arbeiten. Brose hat in seiner über 100-jährigen Geschichte, auch aufgrund seiner wirtschaftlichen Stabilität, schon einige schwierige Situationen überstanden“, verdeutlichte Sauernheimer.

In Stadt und Landkreis Coburg ist das Familienunternehmen der größte Industriearbeitgeber. Am Standort sind rund 3.300 Mitarbeiter in Fertigung, Entwicklung und Verwaltung beschäftigt, weitere 2.000 bei Zulieferern in der Region. Sechs Prozent des Gruppenumsatzes erzielt Brose in Coburg, und 13 Prozent der insgesamt 26.000 Mitarbeiter sind hier tätig.

In Zukunft will die internationale Unternehmensgruppe im Kerngeschäft weiter wachsen, Kosten in der gesamten Organisation senken, in Strukturen und Abläufen effizienter werden und die Innovationskraft bei bestehenden sowie neuen Produkten und Prozessen steigern. Daher hat der Zulieferer ein globales Erneuerungsprogramm gestartet. „Ich freue mich, dass unsere Geschäftsführung beschlossen hat, dass verlorengegangenes Unternehmertum wieder zurückkehren soll. Dazu sollen die entstandene Bürokratie beendet, Hierarchien reduziert, Genehmigungen beschleunigt und die Entscheidungsfreiheit der Mitarbeiter vergrößert werden“, sagte Stoschek.

Michael Stoschek, Enkel von Firmengründer Max Brose und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose Gruppe, blickte auf die 100-jährige Geschichte des Standorts zurück und zeigte auf, wie das Familienunternehmen in der Vergangenheit Herausforderungen der Wettbewerbsfähigkeit, der Effizienz oder auch technologischer Art mit Entschlossenheit und Tatkraft gelöst hat.

Michael Stoschek, Enkel von Firmengründer Max Brose und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose Gruppe, blickte auf die 100-jährige Geschichte des Standorts zurück und zeigte auf, wie das Familienunternehmen in der Vergangenheit Herausforderungen der Wettbewerbsfähigkeit, der Effizienz oder auch technologischer Art mit Entschlossenheit und Tatkraft gelöst hat.

Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe, betonte beim Jubiläumsempfang die Bedeutung des Standorts Coburg für den Zulieferer und verwies auf die Stärken des Familienunternehmens bei der Bewältigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Er selbst begann hier seine eigene Karriere vor gut 32 Jahren.

Kurt Sauernheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe, betonte beim Jubiläumsempfang die Bedeutung des Standorts Coburg für den Zulieferer und verwies auf die Stärken des Familienunternehmens bei der Bewältigung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Er selbst begann hier seine eigene Karriere vor gut 32 Jahren.

Historisches Gebäude-Ensemble aus der Gründerzeit des Automobilzulieferer Brose an der Ketschendorfer Straße in Coburg

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Brose beschäftigt in Coburg rund 3.300 Mitarbeiter, davon knapp ein Viertel in Forschung und Entwicklung.

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Mit dem „Atlas-Fensterheber“ beginnt die Erfolgsgeschichte von Brose. Das Unternehmen ist heute noch Marktführer in diesem Produktsegment.

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In Coburg entwickeln Brose Mitarbeiter Verstellsysteme für flexible Fahrzeuginnenräume.

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