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Bamberg

Virtueller Staub für schnellere Entwicklung

Bamberg, 06.08.2019

Über ihre gesamte Lebensdauer müssen Brose Produkte verschiedenen Umwelteinflüssen trotzen und zuverlässig funktionieren. Unsere Entwickler überprüfen mit aufwendigen Methoden, ob diese Anforderungen eingehalten werden. Bislang haben sie zum Beispiel Schlösser echtem Staub ausgesetzt. Ein bei Brose entwickeltes Simulationsverfahren ersetzt reale Prüfungen weitgehend.

Staub einkaufen? Das klingt abwegig, denn jeder ist froh, wenn er nichts mit ihm zu tun hat. Doch unsere Entwickler benötigen spezielle Mischungen wie den aggressiven „Arizona-Staub“. Mit ihm testen sie, wie sich neue Produkte unter seinem Einfluss verhalten. Fahrzeuge sind Staubpartikeln schließlich ständig ausgesetzt.

Im Extremfall kann Staub etwa bei Schlössern zu Schwergängigkeit führen oder sie blockieren. Um das auszuschließen, werden die Produkte während jeder Entwicklungsphase in einer Staubkammer getestet. Kommt es dabei zu Beeinträchtigungen der Funktionen, muss das Design geändert werden – erneute Tests inklusive.

Effizientere Vorhersagen am Computer: Martin Tupy (Vorentwicklung) zeigt die Möglichkeiten der neuen Simulationsmethode.

Effizientere Vorhersagen am Computer: Martin Tupy aus der Brose Vorentwicklung zeigt die Möglichkeiten der neuen Simulationsmethode.

Neue Simulationsmethoden

Eine neue Methode für Schließsysteme beschleunigt die Produktentwicklung und spart Kosten, weil Brose Experten staubbedingte Schwachstellen schon in der virtuellen Welt erkennen und beseitigen. Der anschließende reale Test von Funktionsmustern dient hauptsächlich der Absicherung bereits bekannter Ergebnisse.

Die Vorteile der virtuellen Analyse liegen auf der Hand: Die Entwickler können zu jedem Zeitpunkt eines Versuchs die Geschehnisse innerhalb des Schlosses verfolgen, was in realen Tests unmöglich wäre. Aus diesen Einblicken lassen sich grundsätzliche Regeln für die Gestaltung von staubresistenten Schlössern ableiten. So kann der Schutz vor Partikeln schon in den ersten Entwürfen neuer Schließsysteme besser berücksichtigt werden.

„Wir haben dieses Thema frühzeitig aufgegriffen. Brose kommt damit Forderungen der Kunden nach: Automobilhersteller verlangen, dass ihre Zulieferer die Simulation von Umwelteinflüssen beherrschen“, erläutert Martin Tupy, der als Projektingenieur in der Vorentwicklung Brose Gruppe für Simulation zuständig ist.

Weitere Anwendungen geplant

Bislang ist das Simulationswerkzeug allein für den „Arizona-Staub“ ausgelegt. Im nächsten Schritt wird die Software für andere Staubarten angepasst, wie sie unter anderem in Asien vorkommen. Außerdem wird Brose die Methode auch bei anderen Produkten anwenden.

Die Computeranalyse von Staub stellt zudem nur den ersten Schritt bei virtuellen Tests von Umwelteinflüssen dar. In Zukunft untersuchen wir die Auswirkungen von Wasser und Eis auf unsere Produkte noch genauer.

„Wir haben dieses Thema frühzeitig aufgegriffen. Brose kommt damit Forderungen der Kunden nach: Automobilhersteller verlangen, dass ihre Zulieferer die Simulation von Umwelteinflüssen beherrschen“, erläutert Martin Tupy, der als Projektingenieur in der Vorentwicklung Brose Gruppe für Simulation zuständig ist.

Virtuelle Simulation von möglichen Ablagerungen (gelb) im Schloss: Diese Methode beschleunigt die Produktentwicklung und spart Kosten.

Virtuelle Simulation von möglichen Ablagerungen (gelb) im Schloss: Diese Methode beschleunigt die Produktentwicklung und spart Kosten.

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