Brose fertigt 3D‑gedruckte Bauteile für das Hypercar Apollo Evo
Apollo Evo: Das futuristische Design des Hypercars begeistert Motorsport-Fans.
Der Automobilzulieferer Brose produziert zentrale Innenraumelemente für das Hypercar Apollo Evo. Die Bauteile entstanden mithilfe von 3D-Druck im Werk Coburg. Das Fahrzeug des Herstellers Apollo Automobil GmbH aus Gaimersheim bei Ingolstadt wurde am 9. Juli im Rahmen des „Festival of Speed“ erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Die Motorsportveranstaltung fand auf dem Gelände des Goodwood House in West Sussex in Südengland statt.
Für den Apollo Evo hat Brose insgesamt fünf sogenannte Knoten aus dem Leichtbauwerkstoff Aluminium gefertigt. Im Fahrercockpit des Hypercars verbaut, verbinden sie einzelne Bedienelemente miteinander. Durch ihre Skelettstruktur prägen sie das individuelle und futuristische Design des Innenraums. Das unterstreicht den einzigartigen Charakter des Fahrzeugs, der sich auch in der limitierten Auflage widerspiegelt
Bei Brose betrachten wir Entwicklung und Produktion in der additiven Fertigung als Gesamtkonzept. Dabei durchlaufen wir systematisch alle Prozessschritte und begleiten unsere Kunden von der ersten Idee bis zum fertigen Endprodukt
, erläutert Eric Fritzsche, Leiter 3D-Druck bei Brose.
Auf Basis der Kundenanforderungen entstand zunächst ein Prototyp, der die Grundlage für das endgültige Design der Bauteile bildete. Besonderes Augenmerk im Fertigungsprozess lag auf der Veredelung der Elemente: Mit einer Kombination aus automatisierter und manueller Endbearbeitung wurde eine besonders hochwertige Oberflächenqualität und optische Anmutung erzielt.
Leidenschaft für Perfektion
Unsere Kompetenzen in Entwicklung und Produktion von Automobilteilen haben wir erfolgreich auf das Segment der Hypercars übertragen. Ein hoher Qualitätsanspruch, moderne 3D-Druckanlagen und das Know-how unserer Teams haben wesentlich dazu beigetragen, den Elementen eine luxuriöse Anmutung zu verleihen
, resümiert Fritzsche.
Die Herstellung von Sichtteilen für Fahrzeuge im Luxussegment ist besonders herausfordernd. Deshalb haben wir gezielt nach einem Partner mit ausgewiesener Expertise sowohl im Automobilbereich als auch in der additiven Fertigung gesucht. Brose hat es ausgezeichnet verstanden, unsere expliziten Bedürfnisse umzusetzen
, sagt Marko Konta, Chief Product Officer bei Apollo.
Mit dem erfolgreich umgesetzten Projekt unterstreicht Brose seine Expertise im Bereich der additiven Fertigung und baut seine Rolle als Innovationspartner der Automobilindustrie weiter aus. „Wir sehen in der additiven Fertigung großes Potenzial und forcieren daher die Produktion von 3D-gedruckten Automobilkomponenten“, so Fritzsche. Insbesondere bei komplexen oder variantenreichen Bauteilen eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten hinsichtlich Flexibilität, Effizienz und Entwicklungszeit.