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Coburg

Die Mittelkonsole: Verwandlungskünstler im Fahrzeug

Coburg, 13.08.2019

Beim Innenraum der Zukunft ist viel in Bewegung. Er ist Büro, Wohnzimmer, Lounge und nach wie vor Cockpit: Der Trend zum automatisierten Fahren eröffnet neue Nutzungsszenarien im Auto. Im Inneren muss es daher immer flexibler und komfortabler werden. Um den Passagieren ein innovatives Komforterlebnis zu ermöglichen, erweitert der Zulieferer Brose seine Systemkompetenz im Fahrzeuginnenraum. Welche Rolle die Mittelkonsole dabei spielt, erklärt Dr. Christian Mergl.

„Die Mittelkonsole ist der zentralste Platz im Auto. Sie ermöglicht viele Gestaltungsmöglichkeiten im Interieur“, so der Entwicklungsleiter für Verstellsysteme im Innenraum. Man kann sie nach vorn oder hinten schieben, in mehrere Teile trennen oder zusammenfalten. Sie verwandelt sich in einen Tisch oder fährt einen Bildschirm hoch. Oder sie verschwindet nach unten, damit sich Sitze drehen können. „Bei all diesen Szenarien ist die mechatronische Kompetenz von Brose gefragt. Diese bringen wir auf vielfältige Weise ein. Wo immer Verstellsysteme gefragt sind, können wir unsere Erfahrung anbieten. Das betrifft Staufächer, Lenksäulenversteller, Steuerelektroniken und Innenraumsensoriken“, sagt Mergl.

Die Idee: Eine Struktur für Mittelkonsolen, die sich in mehrere Richtungen bewegt.

Ein erster Auftrag geht ab 2020 in Serie: Für einen US-amerikanischen Kunden fertigt Brose den Antrieb für eine längsverfahrbare Mittelkonsole.

„Spannend an meinem Job ist die Vielfalt. In meinem Bereich fangen wir sozusagen auf dem weißen Blatt Papier mit der Konzeptarbeit an. Daraus entsteht ein erster erlebbarer Prototyp. Dann folgt der Austausch mit dem Kunden, um die Idee weiterzuentwickeln“, erklärt der promovierte Ingenieur.

Noch mehr Komfort: Musik fühlen

Im Fokus aller Brose Entwicklungen steht das Kundenerlebnis – mit diesem Ansatz erarbeiten unsere Experten neue Ideen. So hat Christian Mergl mit einem Projektteam daran gearbeitet, die Massagefunktion in der Brose Sitzstruktur zu verbessern. Sie soll den Fahrer aktivieren und konzentriert halten. „Und dann kam auf einmal ein neuer Gedanke dazu: Musik kann dieses Gefühl noch verstärken“, erklärt Mergl. Gesagt, getan. Zwei Tage tüftelten er und sein Team zusammen mit Elektrikern und Elektronikern in der Brose Ideenwerkstatt. Am Ende entstand ein erstes Musterexemplar, das die Idee konkretisiert und den Sitz mit dem Audiosystem des Fahrzeugs vernetzt. 2015 zeigte Brose die Massagefunktion, die im Takt der abgespielten Lieder arbeitet, erstmalig auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/Main. Bedienbar ist sie über eine App.

Brose führt zahlreiche Kundengespräche zu Komfortfunktionen im Sitz und möglichen Anwendungsszenarien. „Als Systemlieferant sind wir in der Lage, einzelne Komponenten aufeinander abgestimmt und aus einer Hand zu entwickeln, können aber auch je nach Kundenwunsch flexibel reagieren“, betont der Entwicklungsleiter.

Kurze Entspannung bevor es losgeht: Christian Mergl testet auf dem Brose IAA-Messestand vor der Kundenpräsentation die Vibrationsmassage zur Musik.

Kurze Entspannung bevor es losgeht: Christian Mergl testet auf dem Brose IAA-Messestand vor der Kundenpräsentation die Vibrationsmassage zur Musik.

Zum Download

Neben Komfort ist uns vor allem Ihre Sicherheit während der Autofahrt wichtig. Wie Sie den Autositz richtig einstellen, lesen Sie in dieser Anleitung.pdf .

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