Die Krone Bambergs erstrahlt neu: St. Michael nach 14 Jahren wieder geöffnet
Auszeichnung für den Förderer: Michael Stoschek beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bamberg. (Foto: Helmut Ölschlegel)
Nach 14 Jahren Sanierung öffnet die Kirche St. Michael wieder ihre Türen für die Öffentlichkeit und bereichert damit die UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg um ein zentrales Wahrzeichen. Herzstück der umfassend erneuerten Kirche ist der berühmte „Himmelsgarten“, der seine Besucher aufs Neue in Staunen versetzt. Michael Stoschek hat sich von Beginn an als Förderer engagiert und mit seiner Unterstützung maßgeblich zum Erfolg des Projekts beigetragen.
Die feierliche Wiedereröffnung fand am 25. April im Rahmen eines Festakts statt, an dem zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teilnahmen. Persönlichkeiten, die sich während der langjährigen Sanierung besonders verdient gemacht hatten, wurden für ihr Engagement geehrt. Besonders hervorgehoben wurde dabei Michael Stoschek, der als ehemaliger Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Weltkulturerbe mehrere hochkarätige Benefizkonzerte initiierte und damit entscheidend zur Finanzierung beitrug. Unvergessen bleibt das Konzert des Pianisten Lang Lang, der 2016 gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern in der ausverkauften Brose Arena auftrat. Oberbürgermeister Andreas Starke betonte, dass ohne dieses außergewöhnliche Engagement die Verbindung von Kultur, Baukunst und Welterbe kaum möglich gewesen wäre. Als Zeichen des Dankes durften sich Michael Stoschek ebenso wie Bertram Felix, der Projektverantwortliche Finanzreferent der Stadt Bamberg, und weitere maßgeblich Beteiligte ins Goldene Buch der Stadt eintragen.
St. Michael: Meilenstein der Baugeschichte Bambergs
Die ehemalige Klosterkirche St. Michael blickt auf intensive Sanierungsarbeiten zurück, die in mehreren Bauabschnitten durchgeführt wurden. Die denkmalgerechte Instandsetzung, die 2012 begann, zählt laut Stadtverwaltung zu den bedeutendsten Bauprojekten in der Geschichte Bambergs. Insgesamt wurden rund 43 Millionen Euro investiert, um das historische Bauwerk zu erhalten und zu erneuern.
Der Auslöser für die Sanierung war ein etwa zwei Kilogramm schwerer Putzbrocken, der herabstürzte und gravierende statische Schäden offenlegte. Oberbürgermeister Andreas Starke bezeichnete das damals als einen „Warnschuss“. In den folgenden Jahren wurden tausende Quadratmeter Naturstein bearbeitet und zahlreiche Details in traditioneller Handarbeit restauriert.
Ab sofort ist St. Michael freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Ein Bürgerfest Anfang Mai wird die Wiedereröffnung gebührend feiern. Das unbestrittene Highlight bleibt der „Himmelsgarten“: Das monumentale Deckenfresko aus dem Jahr 1617 erstrahlt nach aufwendiger Restaurierung in neuem Glanz. Entlang des Kirchenschiffs sind über 580 Heil-, Nutz- und Zierpflanzen detailreich dargestellt – ein einzigartiges Kunstwerk.
Das Wahrzeichen in neuem Glanz: der Himmelsgarten im Kirchenschiff. (Foto: Helmut Ölschlegel)