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Coburg

Brose stellt sich schwieriger Konjunkturlage

Coburg, 10.06.2020

Nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2019 hat die Corona-Krise bei Brose zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang geführt. Der Automobilzulieferer rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und damit um 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Darauf reagiert das Familienunternehmen mit einer schnelleren Umsetzung des Erneuerungsprogramms Future Brose. Darüber informierte Ulrich Schrickel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe, bei der Versammlung von Gesellschaftern und Beiräten in Bamberg.

Die Produktionsunterbrechungen der Automobilhersteller haben auch bei Brose zu einem erheblichen Auftragseinbruch geführt. In China stellt das Unternehmen nach dem Wiederanlauf eine schnelle Erholung des Marktes fest. In Europa herrscht hingegen große Kaufzurückhaltung bei Neuwagen und in Nordamerika gibt es schwankende Abrufzahlen aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen den USA und Mexiko. Brose geht davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion erst in zwei bis drei Jahren wieder das Volumen von 2019 erreicht, und erwartet entsprechende Auswirkungen auf die Geschäftszahlen.

Den Herausforderungen begegnet der Zulieferer einerseits mit konsequentem Kostenmanagement, andererseits mit strategischen Investitionen in Zukunftsprojekte. „Unser Familienunternehmen verfügt über eine gute finanzielle Basis und hat die volle Unterstützung der Eigentümer. Unser Ziel ist es, in diesem Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen und langfristig die finanzielle Unabhängigkeit unseres Unternehmens weiterhin zu bewahren. Ergebnissichernde Maßnahmen setzen wir entschlossen um und werden Brose wieder zur Profitabilität zurückführen“, so Schrickel.

Als kurzfristige Reaktion auf den eingebrochenen Markt nutzt der Automobilzulieferer derzeit unter anderem Kurzarbeit oder Betriebsurlaub auf allen Ebenen. Eine Schlüsselrolle nimmt das Erneuerungsprogramm Future Brose ein: Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, die Innovationskraft zu stärken und Wachstum zu erzielen. Dafür investiert Brose in den Aufbau eines neuen Standortes für den Geschäftsbereich Antriebe in Serbien sowie in Elektronik- und Softwarelösungen. „Wir werden weiter Bürokratie abbauen, Hierarchien reduzieren und die Effizienz der Zusammenarbeit erhöhen. Im Zuge von Future Brose ist auch die Anpassung unserer Mitarbeiterzahl vor allem in Deutschland unumgänglich, um Brose nachhaltig wettbewerbsfähig zu machen und uns Chancen für die Zukunft zu eröffnen“, sagt Schrickel.

Das Unternehmen hält an seiner langfristigen Strategie fest und erweitert seine Mechatronik-Kompetenz um Sensorik und Software. „Mit unserem Produktportfolio ermöglichen wir neue Formen der Mobilität – ob mit dem flexiblen Fahrzeuginnenraum, unseren E-Bike-Systemen oder Antrieben und Steuerungen für Elektroroller. Ein ganz neues Komforterlebnis können wir mit intelligenten und vernetzten Produkten für den Fahrzeugzugang und den -innenraum bieten“, betont Schrickel.

Erstmals hat Brose einen Serienauftrag im Bereich Radartechnologie erhalten. Die Weiterentwicklung des Systems zum berührungslosen Öffnen und Schließen von Heckklappen ist für den Automobilzulieferer ein wichtiger Schritt im Technologiewechsel von der kapazitiven Technik hin zur Radarsensorik. Mit dieser Schlüsseltechnologie arbeitet Brose an weiteren Lösungen wie beispielsweise einer Kollisionserkennung in Heckklappen und Fahrzeugtüren sowie der Überwachung des Innenraums zum Schutz der Passagiere.

Pressekontakt Katja Herrmann Pressesprecherin Tages- und Wirtschaftsmedien +49 9561 21 3430 E-Mail

Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG, Coburg Max-Brose-Straße 1 96450 Coburg

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