Bundesministerin Dorothee Bär zu Gast bei Brose
Maximilian Stoschek, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Brose Gruppe (links), und CEO Stefan Krug (rechts) empfingen Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Bundesministerin Dorothee Bär informierte sich am Montag in der Coburger Brose Zentrale über den Stand aktueller Innovationsprojekte des Familienunternehmens. Im Fokus standen die Entwicklung einer industriellen Plattform für Kleinsatelliten sowie weitere Technologieprogramme, mit denen Brose sein Produktportfolio stärkt und seine Transformation vorantreibt.
Seit Herbst 2025 forciert Brose – gemeinsam mit dem Fraunhofer‑Institut EMI, dem Fraunhofer ISC und dem Berlin Space Consortium (BSC) – die Entwicklung und Industrialisierung von Kleinsatelliten im Bereich 50 bis 500 Kilogramm. Die Kooperation verbindet die langjährige Erfahrung des Automobilzulieferers in der Entwicklung und Industrialisierung mechatronischer Systeme mit führender Forschungsexpertise. Ziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Produktions- und Testkapazitäten zur effizienten industriellen Fertigung von Baukastenlösungen für Satelliten.
Bundesministerin Dorothee Bär lobte das Zusammenspiel aus industrieller Erfahrung und technologischer Exzellenz: Brose zeigt, wie industrielle Stärke und Innovationskraft zusammenwirken können, um Deutschland im New‑Space‑Sektor voranzubringen. Die geplante Satellitenfertigung in Würzburg ist ein wichtiges Signal für unsere technologische Souveränität. Die Politik wird sorgfältig prüfen, wie wir diesen Weg mit geeigneten Rahmenbedingungen unterstützen können.
Neben dem Satellitenprojekt stellte Brose der Ministerin auch weitere strategische Entwicklungsinitiativen vor. Dazu gehören beispielsweise Anwendungen für humanoide Roboter, Ladetechnik oder Akustiksysteme für Elektrofahrzeuge. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unser Technologieportfolio zu modernisieren und neue Felder aus eigener Kraft zu erschließen. Allein werden wir das aber nicht schaffen. Damit wir dieses Tempo halten können, brauchen wir dringend konkrete Investitionsförderungen und schnelle Entscheidungen der öffentlichen Hand
, betonte CEO Stefan Krug
Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Maximilian Stoschek, unterstrich ebenso die Bedeutung der politischen Unterstützung: Wir investieren bewusst in Zukunftstechnologien, die zu unserer DNA passen – Systementwicklungskompetenz, Mechatronik, Serienproduktionsqualität. Wir bringen erhebliche Vorleistungen, um unsere Unternehmensgruppe zukunftssicher weiterzuentwickeln. Angesichts des massiven globalen Wettbewerbsdrucks braucht es ein Umfeld, das Unternehmen nicht bremst, sondern befähigt. Deutschland muss hier schneller, verlässlicher und wettbewerbsfähiger werden.
Im Dialog mit der Ministerin ging es deshalb nicht nur um technologische Meilensteine, sondern auch um die Rolle des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Brose‑Vertreter machten deutlich, dass Innovationsvorhaben in Schlüsselbereichen – etwa Satellitentechnologie, Elektrifizierung oder digitalisierte Produktionsprozesse – nur mit klaren politischen Rahmenbedingungen, unbürokratischer Förderung und international anschlussfähigen Regularien dauerhaft erfolgreich sein können.
Die Teilnehmer der Gespräche bei Brose in Coburg (von links): Stefan Krug, CEO Brose Gruppe, Bernd Schemer, Geschäftsführer Antriebe & CTO Brose Gruppe, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Hans-Herbert Hartan, 2. Bürgermeister Stadt Coburg, Maximilian Stoschek, Vorsitzender des Verwaltungsrats Brose Gruppe, Werner Appelmann, Leiter Fahrwerk & Antriebsstrang Geschäftsbereich Antriebe, MdB Dr. Jonas Geissler und Johannes Schulz, Leiter Zentrale Entwicklung Brose Gruppe.
Konstruktive Diskussionen zu Innovationsprojekten bei Brose in Coburg (von links): Stefan Krug, CEO Brose Gruppe, Maximilian Stoschek, Vorsitzender des Verwaltungsrats Brose Gruppe, Bernd Schemer, Geschäftsführer Antriebe & CTO Brose Gruppe, Johannes Schulz, Leiter Zentrale Entwicklung Brose Gruppe, Werner Appelmann, Leiter Fahrwerk & Antriebsstrang Geschäftsbereich Antriebe, Hans-Herbert-Hartan, 2. Bürgermeister Stadt Coburg, MdB Dr. Jonas Geissler, Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.