Grün und gefragt: Mikromobilität wächst weltweit
Der Markt für Mikromobilität wächst weltweit: Analysten prognostizieren dem Segment der Mikromobilität eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 13 Prozent bis 2035. Wesentliche Treiber des Marktes sind die starke Urbanisierung, zunehmende Nachhaltigkeitsansprüche und der technologische Fortschritt.
Ampeln stehen auf Rot, Hupen hallen wider und Zweiräder schlängeln sich an wartenden Autos vorbei. Während viele Großstädte pulsieren, scheint der Verkehr stillzustehen. Genau hier zeigen sich die Vorteile moderner Mikromobilität: Leichtfahrzeuge wie E-Roller sind flexibel, platzsparend und vor allem umweltfreundlich. Nachhaltige Verkehrslösungen werden zunehmend bevorzugt – sowohl von Verbrauchern als auch von der Politik.
Um die Entwicklung effizienter Antriebssysteme für die Mikromobilität voranzutreiben, hat Brose das Forschungsprojekt MicroGaN
ins Leben gerufen. Dabei prüfen wir den Einsatz von Galliumnitrid‑Leistungshalbleitern in Kombination mit klassischer siliziumbasierter Leistungselektronik. Halbleiter aus Silizium sind effizient und wirtschaftlich, benötigen bei hohen Geschwindigkeiten aber mehr Strom, als notwendig wäre. Dieser Effekt verstärkt sich zusätzlich, wenn der Ladezustand der Batterie sinkt und entsprechend die Batteriespannung abnimmt. Der zusätzliche Einsatz von Galliumnitrid-Leistungshalbleitern kann dies intelligent kompensieren.
Mehr Fahrspaß und mehr Nachhaltigkeit
Was zunächst nach einer rein technischen Verbesserung klingt, entfaltet in der Praxis eine spürbare Wirkung: Anfahren, Abbremsen, Ausweichen – mit dem effizienteren Antriebssystem erwarten wir deutlich mehr Durchzug. Dies bietet insbesondere bei der Beschleunigung mehr Komfort für den Nutzer bei gleich großem Motor
, erläutert Dr. Thomas Börnchen, Projektmanager in der Zentralen Entwicklung bei Brose. Er beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Mobilitätslösungen und ist begeistert, welche neuen Möglichkeiten die Elektrifizierung des Antriebsstrangs bietet: Die Elektromobilität gewinnt mit nachhaltigen und materialeffizienten Lösungen in Kombination mit zunehmend regenerativ gewonnener Energie
, ist Börnchen überzeugt.