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Gießen

Brose Bamberg holen 21-Punkte-Rückstand bei Sieg in Gießen auf

Gießen, 12.11.2016

In Gießen geht es für den Deutschen Meister scheinbar nie ohne Drama. Letzte Saison verlor der Deutsche Meister bei den Hessen mit einem Punkt, gestern lagen die Bamberger nach dem ersten Viertel bereits mit 11:32 zurück. Doch dank einer eiserner Verteidigung und einem wie entfesselnd aufspielenden Darius Miller (20 Punkte) gelang noch ein 79:77-Erfolg, der zehnte Sieg im zehnten Bundesligaspiel.

Doch so hart musste das Trinchieri-Team noch nie in dieser Saison für einen Bundesliga-Sieg arbeiten. Denn der Reisestress der Euroleague, 48 Stunden zuvor traten die Bamberger noch in Istanbul an, forderte Tribut: Ohne Elias Harris (Meniskusoperation), Vladimir Veremeenko (Rückenprobleme) und Janis Strelnieks (Schonung) spielten die Trinchieri-Jungs in den ersten zehn Minuten in der Defensive ohne Biss. Oft waren die Bamberger einen Schritt zu langsam, bekamen dann viele Fouls der Schiedsrichter gepfiffen, während sich Gießen getragen vom Heimpublikum in einen Rausch warf. 11:32 nach Viertel eins, 21 Punkte hinten dran, das war der höchste Rückstand von Brose Bamberg unter Coach Andrea Trinchieri in der Bundesliga.

Dass die Bamberger nach diesem frustrierendem Auftakt die Aufholjagd doch noch mit dem Sieg krönen konnten, lag an drei Faktoren: erstens wurde das Trinchieri-Team trotz des großen Rückstands einfach nicht nervös. Mit der Selbstsicherheit eines Meisters spulten sie ihr Spiel in der Offensive gegen 3.200 frenetisch jubelnde Gießener Fans ab, dadurch wurden auch die Trefferquote der Würfe immer besser. Netzte im ersten Viertel lediglich Nikos Zisis (18 Punkte) den einzigen Dreier von sechs Würfen ein, trafen die Bamberger in den drei Vierteln danach mit neun von 19 Versuchen nahezu jeden zweiten. Neben Zisis (4 Dreier) trafen auch Daniel Theis (12 Punkte) und Maodo Lo (10 Punkte) doppelt aus der Entfernung. Im Schlussviertel war dann die Sicherheit vollends zurück. Bamberg traf sechs von sieben Zweipunktwürfen. Zweitens brachten die Bamberger ab Minute elf endlich eine Verteidigung auf europäischem Niveau aufs Feld. Gießen bekam keine leichten Würfe mehr, die Trefferquote der Hessen sank von 77 Prozent im ersten Viertel auf 44 Prozent im restlichen Spiel. Und der dritte Grund für Bambergs Sieg – Darius Miller. Selten kann man beim Bamberger Teambasketball einen Spieler einzeln herausstellen, in Gießen sorgte aber der Amerikaner für die entscheidenden Impulse: In Halbzeit eins noch von Coach Trinchieri mit nur drei Minuten Einsatzzeit geschont, brannte der 26-jährige im dritten Viertel ein wahres Feuerwerk ab: zwei Korbleger, zwei Dreier, fünf Freiwürfe – 15 Zähler, davon der für 54:54-Ausgleich kurz vor Ende des dritten Viertels. Wegen seines vierten Fouls kam Miller erst in den letzten drei Minuten vor dem Ende wieder auf das Feld zurück – und machte prompt die letzten fünf Zähler der Bamberger zum 79:77-Sieg. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Bamberger in der Verteidigung deutlich aggressiver - und Daniel Theis blies zur Aufholjagd (23:34, 29:36). Die Gießener hatten es vor allem Wells (30 Punkte) zu verdanken, dass sie zur Pause noch mit 44:35 vorne lagen.

Nach dem Seitenwechsel war es dann Darius Miller, der die Mittelhessen vor Probleme stellte. 15 Punkte erzielte der US-Amerikaner im dritten Viertel - und er war es auch, der nach 27 Minuten erstmals seit dem 8:8 wieder für einen Gleichstand (54:54) sorgte. Dennoch gingen die Hausherren mit einer 59:56-Führung ins Schlussviertel.Nach den Dreiern von Nikos Zisis und Maodo Lo lag das Brose-Team siebeneinhalb Minuten vor dem Ende erstmals mit 64:63 in Front. Es entwickelte sich ein Krimi, in dem bis 22 Sekunden vor Schluss die Führung 13 Mal wechselte. Das Drei-Punkte-Spiel von Miller konterte Thomas Scrubb noch einmal mit dem 77:77. 7,6 Sekunden blieben den Bambergern für den letzten Angriff: Darius Miller stieg 0,6 Sekunden vor Schluss an der Freiwurflinie hoch und versenkte unter dem Jubel der 70 mitgereisten Bamberger Fans den Ball eiskalt zum Sieg.

Headcoach Andrea Trinchieri: „Es ist schwer, alle 48 Stunden auf diesem hohen Niveau spielen zu müssen. Wir haben eine harte Tour hinter uns, kommen hierher und liegen schnell mit 20 Punkten zurück. Aber ich weiß, dass ich eine gute Gruppe von Jungs beisammen habe, die dann angefangen hat, Defense zu spielen und das Spiel zu drehen. Die Spieler von der Bank haben zu dem Spiel einen großen Teil beigetragen. Wir haben keine gute Partie gezeigt, aber das getan, was wir brauchen, um den Sieg zu erringen. Wir fahren mit einem guten Sieg gegen einen starken Gegner nach Hause.“

Schon am Dienstag, 15. November, ist der Deutsche Meister Brose Bamberg daheim in der Euroleague gefordert: ab 20 Uhr sind die Jungs von Roter Stern Belgrad zu Gast in der Brose Arena.

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