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Bamberg

Brose Bamberg schlägt Gießen glatt mit 82:68

Bamberg, 06.03.2017

Mit dem 82:68 über die Gießen 46ers hat Brose Bamberg die saisonübergreifende Heimserie auf 37 Siege in Folge ausgebaut. Im Gegensatz zum Hinspiel, als die Hessen den Bambergern alles abverlangen und der Meister erst durch einen Treffer von Darius Miller in der Schlusssekunde 79:77 gewann, war gestern Abend in der Brose Arena nach Viertel eins eigentlich schon alles klar: 25:8-Führung, Bamberg spielte die Partie souverän runter.

Bei den Bundesligaspielen hat Coach Andrea Trinchieri immer die Qual der Wahl: er muss von neun Ausländern im Kader (Zisis, Causeur, Veremeenko, Radosevic, Strelnieks, Miller, Nikolic, McNeal, Melli) laut Reglement drei aus dem Kader streichen, mehr als sechs Nicht-Deutsche Spieler erlaubt die BBL nicht. Neben dem verletzten Janis Strelnieks schonte Trinchieri Leon Radosevic und Darius Miller – und zur größten Überraschung des Abends auch sich selbst: der Meistercoach nahm an der äußersten linken Seite auf der Bank Platz, Stift und Block in der Hand, sprach sich dabei oft mit Sportmanager Daniele Baiesi ab. Assistenztrainer Ilias Kantzouris übernahm das Coaching gegen die Hessen und schon in den ersten zehn Minuten kauften die Hausherren den Gästen den Schneid ab. Vladimir Veremeenko tankte sich in der Gießener-Abwehr sehr gut durch und schloss zweimal per Korbleger ab, Jerel McLean sowie zweimal Maodo Lo trafen von der Dreierlinie und brachten Bamberg klar mit 15:4 in Führung. Gießen hatte kein Rezept gegen die bissige Verteidigung des Brose-Teams, die Hessen verloren siebenmal in den ersten zehn Minuten in der Offensive den Ball. Nicolo Melli und Daniel Theis (beide am Ende mit neun Punkten) erhöhten auf 23:8. Auch im zweiten Durchgang blieben die Hausherren konzentriert: zwar verkürzte Gießen dank Bamberg-Leihgabe Andi Obst kurzzeitig auf 32:20, es folgte ein 11:3-Lauf des Meisters, den Patrick Heckmann (11 Punkte) zum 44:23 abschloss. Nach Lucca Staigers Dreier ging es mit 20 Punkten Vorsprung (49:29) in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie von Bamberger Seite. Kantzouris ließ Nikos Zisis nach seinen fünf Minuten im zweiten Viertel ganz draußen, vertraute auf der Spielmacherposition Jerel McNeal und vor allem Maodo Lo. Trotzdem häuften sich bei den Hausherren im dritten Viertel die Ballverluste, Gießen nutzte das aus und kam kurzzeitig auf elf Punkte ran (62:51). Topscorer Maodo Lo (16 Punkte) sorgte Anfang des Schlussviertels mit Dreier und Halbdistanzwurf für den alten Abstand (70:51), sodass Bamberg die Partie ruhig ausklingen lassen konnte.

Trainer Andrea Trinchieri: „Ich habe einen großartigen Trainerstab, die Spieler, der Klub, die Organisation und ich vertrauen ihnen. Und nach so vielen Spielen in der Saison fand ich es mal wichtig, einen neuen Impuls für jeden zu geben. Routine kann dich töten. Ich wollte das Spiel von einem anderen Winkel sehen, wer weiß, vielleicht mache ich das in der Saison noch einmal irgendwann."

Am Freitag, 10. März 2017, muss das Team von Brose Bamberg in der Euroleague auswärts bei Anadolu Efes Istanbul antreten, Jump in der Abdi Ipekci Arena ist um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

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