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Bamberg

Brose Bamberg startet mit 96:60-Kantersieg in das Finale

Bamberg, 04.06.2017

Wie schon im Halbfinale gegen den FC Bayern München (82:59) ist Titelverteidiger Brose Bamberg auch in das Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen die EWE Baskets Oldenburg mit einem überlegenen Kantersieg gestartet: 96:60 stand nach 40 einseitigen Endspiel-Minuten auf der Anzeigetafel, es war der höchste Sieg eines Bamberger Teams in einem Finale und der zweithöchste in der Bundesliga-Geschichte überhaupt.

Während sich das Team von Meistertrainer Andrea Trinchieri nach dem 3:0 im Halbfinale eine Woche lang auf das Finale vorbereiten und regenerieren konnte, mussten die Oldenburger schon drei Tage nach der langen 3:2-Serie gegen Ulm in der Brose Arena auf dem Parkett stehen. Und diese Müdigkeit merkte man den Niedersachsen an. Vom Jump weg überzeugten die Hausherren mit ihrer aggressiven Verteidigung, ließen den Oldenburgern keine freien oder leichten Würfe zu. So führten die Trinchieri-Jungs nach sechs Minuten mit 11:0, wenngleich Bamberg bis dato ebenfalls einige Würfe nicht getroffen hatte. Mit zwei Distanzwürfen von Maodo Lo, einem Korbleger von Janis Strelnieks sowie Freiwürfen von Theis und Harris knackten die Bamberger bereits im ersten Viertel die 20-Punkte-Führung (24:4), gefolgt von einem Oldenburger Korbleger zum 24:6-Viertelendstand. Zwar gelangen den Gästen in den zweiten zehn Minuten häufiger Punkte gegen die starke Bamberger Abwehr, da die Hausherren aber weiterhin in der Offensive schön kombinierten, vergrößerten sie den Vorsprung bis zur Pause trotzdem (43:22). Wie überlegen die Bamberger die Partie gestalteten, zeigten zwei Zahlen: die fünf Bamberger Bankspieler, die nicht in der Startfünf auf dem Feld standen, warfen mit 23 Zählern einen Punkt mehr als die gesamte Oldenburger Mannschaft. Und das Verhältnis von 13:0-Schnellangriff-Punkten zeigte, wie genial Abwehr und Angriff der Trinchieri-Jungs funktionierten.

Kurz nach der Pause machte Bambergs Darius Miller deutlich, warum er der amtierende Finals-MVP (wertvollster Spieler im Finale 2016) ist: der Amerikaner traf drei Dreier aus der rechten Ecke des Parketts in knapp 150 Sekunden und schraubte mit elf seiner 14 Punkte den Vorsprung auf 54:27. 27 Zähler– genau so einen Rückstand konnte die Oldenburger in ihrem zweiten Halbfinale gegen Ulm noch in einen Sieg ummünzen. Nach einem kleinen Zwischenspurt der Niedersachsen zum 62:41, rückte Nikos Zisis mit einem Dreier und Freiwürfen die Verhältnisse am Viertelende (69:43) wieder zurecht. Im Schlussviertel beorderte Coach Trinchieri vor allen seine Leistungsträger auf die Bank, Fabien Causeur (10 Punkte), Nicolo Melli (7 Punkte, 8 Rebounds) und Nikos Zisis (10 Punkte) brauchten nicht länger als 21 Minuten auf dem Parkett spielen. Lucca Staiger mit zwei Dreiern sowie Leon Radosevic (10 Punkte) und der fehlerfrei werfende Topscorer Maodo Lo (17 Zähler) ließen den Vorsprung im Schlussviertel kontinuierlich anwachsen.

Andrea Trinchieri: „Die fünf Spiele gegen Ulm haben Oldenburg viel Energie geraubt, deshalb bin ich nicht beeindruckt vom Vorsprung am Spielende. In den Play-offs ist es egal, ob man mit einem Punkt oder sehr hoch gewinnt. Wir waren fokussiert, haben als Team harmoniert und eine gute Verteidigung gespielt. Mittwoch werden wir einer ganz anderen Mannschaft gegenüberstehen. Oldenburg wird mit sehr viel Energie auf dem Platz stehen und sie werden Würfe vom Parkplatz treffen. Wir haben Sonntag nur das erste Spiel gewonnen und müssen uns auf einen harten Kampf am Mittwoch einstellen."

Das zweite Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft findet am Mittwoch, 7. Juni 2017, um 20.30 Uhr in der EWE-Arena Oldenburg statt.

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