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Sassari/Frankfurt

Brose Baskets gewinnen in Sassari, verlieren aber knapp in Frankfurt

Sassari/Frankfurt, 15.11.2015

Ein wichtiger Auswärtssieg in der Euroleague und eine ärgerliche, aber dennoch verschmerzbare Auswärtsniederlage in der Basketball-Bundesliga sind die Bilanz des jüngsten „Zwei-Partien-Wochenendes“ der Brose Baskets. Am Ende der mannschaftsintern „NBA-Woche“ genannten elf Tage mit fünf Pflichtspielen standen der ungemein bedeutende 90:73-Sieg am Freitagabend in Dinamo Banco di Sardegna Sassari, als auch das knappe 86:88 bei den Fraport Skyliners am Sonntagnachmittag zu Buche.

Sassari stand nach vier Niederlage in Folge in der Euroleague unter großem Druck, daher stemmten sie sich vor allem in der Anfangsphase heftig den Brose Baskets entgegen. Zwar waren die Bamberger von der Spielanlage mit ihrem schnellen Passspiel in der Offensive die bessere Mannschaft als die Italiener mit ihrer eher auf Einzelaktionen zugeschnittenen Aktionen, aber die 13 Ballverluste der Trinchieri-Jungs ließen die Bamberger einem 14:21-Rückstand nach dem ersten Viertel nachlaufen. Im zweiten Viertel passten die Brose Baskets besser auf das Spielgerät auf und gingen dank starker Szenen von Janis Strelnieks und Daniel Theis mit einer knappen 36:34-Führung in die Pause. Vor allem der Ex-Berliner David Logan kam wie ein Wirbelwind aus der Kabine, traf mehrere wilde Distanzwürfe, so dass Sassari nach 35 Minuten mit 49:42 führte. Nun riss vor allem der Italiener im Bamberger Dress, Nicolo Melli, das Spiel an sich: dem wichtigen Dreier zum 45:49 ließ der 24-jährige zwei Korbleger folgen, Bamberg glich zum 52:52 aus. In den letzten 40 Sekunden des dritten Viertels gelang dem Trinchieri-Team ein 8:0-Lauf zum 60:53. Mit einer aggressiven Defensive hielten die Bamberger die Sarden im letzten Viertel konsequent vom Korb weg und setzten sich auch dank der vielen erfolgreichen Distanzwürfe immer weiter ab. Topscorer Nicolo Melli traf drei weitere Dreier für 26 Punkte, durch den überlegenen 90:73-Sieg haben sich die Bamberger eine tolle Ausgangsposition nach der Hinrunde geschaffen, in das Top16 einzuziehen.

Für den starken, aber kräftezehrenden Euroleague-Sieg auf Sardinien mussten die Brose Baskets aber am Sonntagnachmittag in der Bundesliga bezahlen: Trotz einer unglaublichen Galavorstellung von Spielmacher Brad Wanamaker (36 Punkte) verlor der Deutsche Meister das Auswärtsspiel bei den Fraport Skyliners mit 88:86. Zwar sind die Frankfurter auch international in der Eurochallenge gefordert, hatten aber fünf Tage zur Vorbereitung auf das Duell gegen Bamberg und nutzen die Reisestrapazen der Trinchieri-Jungs gnadenlos aus. Schon beim 8:18-Start merkte man den Brose Baskets an, dass es im fünften Spiel innerhalb von elf Tagen den Brose Baskets an Spritzigkeit und Konzentration fehlt. Ballverluste, Schrittfehler, manchmal den einen Schritt zu langsam in der Abwehr. Zwar holte der Deutsche Meister den Rückstand auf und ging dank Janis Strelnieks, der kurze Zeit später umknickte und nicht mehr wieder auf das Parkett kam, mit 36:34 in Front. Durch zwei technische Fouls gegen Coach Andrea Trinchieri, der sich über die kleinliche Linie der Schiedsrichter besonders bei Bamberger Defensivaktionen aufregte, und den resultierenden Freiwürfen setzte sich Frankfurt wieder auf 48:40 zur Pause ab, erhöhte bis Mitte des vierten Viertels sogar auf 80:65. Doch dann riss Spielmacher Brad Wanamaker die Partie an sich, tankte sich oft alleine zum Korb durch und netzte die Korbleger rein oder machte nach Frankfurt Foul die Freiwürfe, traf vier seiner fünf Dreier und brachte mit 16 Punkten binnen viereinhalb Minuten die Bamberger wieder auf 83:86 ran. Zwölf Sekunden vor dem Ende vergab Lucca Staiger aber die Chance zum Ausgleich, im Gegenzug traf Frankfurt zwei Freiwürfe. Wanamakers finaler Dreier zum 86:88 eine Sekunde vor dem Ende war nur noch Ergebniskosmetik.

Headcoach Brose Baskets Andrea Trinchieri: „In Sassari haben wir sehr stabil gespielt und gut zurückgeschlagen, nachdem Logan sehr heiß aus der Kabine kam. Das war für uns ein großer Erfolg in der Euroleague, auswärts gewinnen ist da nie leicht. Frankfurt dagegen war besser als wir. Meine Spieler hatten einen schlechten Tag, wenig Energie und Konzentration. Aber ich weiß, dass wir auf die Fehler reagieren werden. Ich hoffe, dass die Schiedsrichter dies auch tun werden. Wir sind alle Teil des gleichen Geschäfts und tragen Verantwortung. Meine Spieler müssen sich mir gegenüber rechtfertigen, ich gegenüber dem Club. Wem gegenüber müssen dies die Schiedsrichter tun?“

Am Freitag, 20.11.2015, erwarten die Brose Baskets ab 20 Uhr das den Tabellenführer der Gruppe D in der europäischen Königsklasse Euroleague in der Brose Arena: Unicaja Malaga. Die Spanier, die das Hinspiel knapp mit 76:71 gegen die Bamberger gewannen, stehen nach ihrem überraschend deutlichem 86:78-Erfolg auswärts bei CSKA Moskau als einziges Team der ganzen Euroleague noch ohne Niederlage da.

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