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Gießen

Brose Baskets unterliegen Giessen

Gießen, 10.10.2015

Das war eine böse Pleite: bei den bislang sieglosen Gießen 46ers kassierte der Deutsche Meister Brose Baskets eine 81:80-Niederlage. Das Trinchieri-Team hatte den Aufsteiger unterschätzt, lag schon im ersten Viertel mit bis zu 11 Punkten hinten (7:18). Zwar drehten die Bamberger die Partie am Ende des dritten Viertels, doch den Sieben-Punkte-Vorsprung konnten die Brose Baskets nicht über die Zeit bringen. Einziger Bamberger Trost am Wochenende: auch der FC Bayern München strauchelte und kassierte gegen die Telekom Baskets Bonn eine 85:91-Heimniederlage.

Es gibt keine leichten Gegner mehr in der Basketball-Bundesliga, vor allem auswärts. Diese Erkenntnis müssen die Spieler der Brose Baskets schleunigst verinnerlichen, denn trotz der Warnungen von Trainer Andrea Trinchieri vor dem Spiel beim Aufsteiger Gießen 46ers, angesprochen auf die EuroLeague-Teilnahme: „Ich will jetzt nicht über die EuroLeague sprechen, das wäre ein Riesenfehler. Gießen ist superschnell und superaggressiv“, gingen die Spieler des Deutschen Meister mit einer zu laschen Einstellung ins Spiel. Der Aufsteiger war emotional gepuscht, die Gießen 46ers feierten schon den ganzen Samstag ihren „Tag der Meister“, hatten zum Jubiläum die kompletten Gießener Meisterteams von 1965 und 1975 in der Osthalle. Und prompt schenkten die Bamberger vor allem im ersten Viertel den Spielmachern der Hausherren zu viel Platz: Gießen bedankte sich mit sieben erfolgreichen Dreierwürfen in den ersten zehn Minuten, kam über eine 18:7-Führung zum 29:20-Viertelgewinn. Die Defensive der Trinchieri-Jungs wurde im zweiten Viertel besser, doch da sich Brad Wanamaker und Darius Miller bis zur Halbzeit zusammen acht Ballverluste leisteten, kam der Deutsche Meister lediglich auf 37:39 bis zur Halbzeit ran.

Auch nach dem Seitenwechsel taten sich die Brose Baskets zunächst schwer, zwar ließen sie den Gießenern keine freien Drei-Punkte-Würfe mehr, dafür konnten die Hessen zum frenetischen Jubel ihres Publikums aber einige Nadelstiche durch krachende Dunkings setzen und führten 53:47. Nun kam Brad Wanamaker (18 Punkte) endlich ins Rollen – bis zum Viertelende streute der Amerikaner elf Punkte zum 15:2-Lauf der Brose Baskets ein. Mit einer 65:58-Führung ging es für die Trinchieri-Jungs in das Schlussviertel, da schienen die Brose Baskets die Partie unter Kontrolle gebracht zu haben. Doch weit gefehlt – Gießen überraschte den Meister mit einer gänzlich unkonventionellen Defensive, zwang Bamberg zu vier weiteren Ballverlusten und glich binnen drei Minuten zum 65:65 aus. Bis zum Schluss blieb es nun beim Schlagabtausch, den 73:76-Führung wandelten die Bamberger Scharfschützen Nicolo Melli (19 Punkte, 11 Rebounds) und Janis Strelnieks (16 Punkte) in eine 78:76-Führung, eine Minute vor dem Ende traf Brad Wanamaker den Korbleger zum 80:79. Gießen gelang kein Treffer und die Brose Baskets hatten 26 Sekunden vor dem Ende mit der Führung den Ball. Routinier Nikolaos Zisis (10 Punkte) nahm unnötigerweise den Dreipunkwurf schon sechs Sekunden vor Ablauf der Angriffsuhr, Schnellangriff Gießen, Dunking zum 81:80 für Gießen, noch sechs Sekunden zu spielen. Topscorer Nicolo Melli kämpfte sich toll durch die Gießener Abwehr bis unter den Korb – und statt selber zum Sieg mit Korbleger abzuschließen, passte er überraschend auf Daniel Theis, doch der konnte den schnellen Ball nicht unter Kontrolle bringen, die erste Bamberger Saisonniederlage war geschehen.

Headcoach Brose Baskets Andrea Trinchieri: „Glückwunsch an Gießen. Es war ein sehr verdienter Sieg. Sie haben exzellent gespielt und eigentlich müssten sie am Mittwoch nach Malaga fliegen. Ich bin sehr beschämt über die Leistung meiner Mannschaft. Wir waren oberflächlich, egoistisch, langsam und weich. Wir haben nun das bittere Gefühl einer sehr schlimmen Niederlage und ich hoffe, dass wir alle sehr schnell verstehen, dass wir durch dieses Spiel sehr viel von dem, was wir uns die letzten Wochen aufgebaut haben, verspielt haben. Das macht mich wütend. Ich habe der Mannschaft oft gesagt, dass es schwer ist an die Spitze zu kommen. Dass es aber zehnmal schwerer ist, dort zu bleiben. Einfach zusammengefasst: Gießen hat uns heute den Hintern versohlt. Und der ist jetzt am Boden.“

Am Donnerstag, 15. Oktober 2015, beginnt für den Deutschen Meister das Abenteuer EuroLeague: Mit Unicaja Malaga steht den Bambergern ab 20.30 Uhr einem etabliertes europäisches Team gegenüber, das in der 14-jährigen Geschichte dreizehn Mal in die Top16 der EuroLeague vorgedrungen ist. Neu in dieser Saison: Telekombasketball.de überträgt alle europäischen Partie der Brose Baskets live als Steam über ihr Internetportal.

Weitere Informationen unter www.brosebaskets.de und www.beko-bbl.de.

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