Close

Diese externe Seite ist im Präsentationsmodus nicht verfügbar.

Seite lädt
Nach oben
Menü

Monaco

Brose Motorsport bei Rallye Monte Carlo Historique 2015

Monaco, 04.02.2015

Wie dicht Freud und Leid beisammen liegen, erlebten Michael Stoschek (Ahorn) und Co-Pilot Kurt Schimitzek (Kreuth) bei der Rallye Monte-Carlo Historique 2015.

Stoschek ist seit vielen Jahren im internationalen Rallyesport mit historischen Fahrzeugen erfolgreich unterwegs und war 2006 Europameister. Die Monte-Carlo Historique ist jedoch eine spezielle Veranstaltung, bei der eine festgelegte Geschwindigkeit laufend eingehalten werden muss. Wenn diese Vorgabe allerdings bei 50 km/h liegt und die engen Gebirgsstraßen mit zahlreichen Kehren von Schnee und Eis bedeckt sind, dann muss man schon sehr beherzt Gas geben und schafft bei den vielen unbekannten Messstellen kaum die Einhaltung des Durchschnitts.

Die 18. Monte-Carlo Historique vom 28.Januar bis 04.Februar 2015 war für Fahrzeuge bis Baujahr 1979 ausgeschrieben und es gab diesmal ausgesprochen viel Schnee. Daher waren gute Streckenkenntnisse, vor allem aber die passenden Reifen, ausschlaggebend für den Erfolg, zumal mehrere Prüfungen auch nachts gefahren werden. 317 Teams waren von Glasgow, Reims, Kopenhagen, Barcelona und Turin aus am Start.

Stoschek/Schimitzek hatten sich für die Anfahrt von Turin entschieden und fuhren durch die erste Nacht 788 Kilometer zum Re-Start nach Monaco. Die Gesamtlänge der Rallye betrug für die beiden Deutschen damit 2.343 Kilometer, davon waren 428 Kilometer auf den 14 Sonderprüfungen zu fahren.

Michael Stoschek brachte ein ganz besonders Fahrzeug an den Start und zwar einen der beiden originalen Werkswagen, die Porsche 1972 bei der Monte mit den Fahrern Gérard Larrousse und Björn Waldegaard einsetzte. Der 2,5 Liter Motor leistete schon damals 270 PS. Ob sie allerdings bei Eis und Schnee auf den Boden zu bringen sind, ist vor allem eine Frage der Reifen.

Stoschek hatte die moderne Rallye Monte-Carlo zuletzt im Jahr 2000 mit einem Mitsubishi Lancer gefahren und deshalb keine Kenntnisse von den Prüfungen. Vor allem aber fehlten ihm die speziellen Winter-Wettbewerbsreifen, mit denen die im Vorderfeld platzierten Teilnehmer ausgerüstet waren und die auf Schnee und Eis erhebliche Traktionsvorteile bieten.

Zur ständigen Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit sind diverse mechanische und elektronische Messinstrumente erforderlich. Diese waren von den Brose Motorsport Mechanikern in Stoscheks Porsche installiert worden und wurden von Co-Pilot Kurt Schimitzek professionell bedient.

Aufgrund der begrenzten Haftung der Antriebsräder bei Glätte und beim Driften in Kurven, betrug die Streckendifferenz zwischen Vorder- und Hinterachse bis zu 1,5 Kilometer auf einer Wertungsprüfung. Diese Differenz muss der Co-Pilot auf seinen Instrumenten ausgleichen.

Durch die mangelnde Traktion der Winterreifen gelang es Stoschek mehrfach nicht, den geforderten Schnitt zu halten. Für die knapp 25 Kilometer lange Prüfung La Cime du Mas/Saint-Nazaire-en-Royans musste der Service dem Porsche sogar Schneeketten aufziehen.

Stoschek erreichte dann auf der weitgehend trockenen Prüfung Puget-Théniers/Tourette mit 31 Kilometern Länge den 2. Gesamtplatz und in der 53 Kilometer langen Schlussprüfung La Bollène/Sospel Vésubie über den Col de Turini Platz 6.

Komplett aus der Wertung fiel das Brose-Team auf der mit über 60 Kilometer längsten Prüfung Saint Pierreville/ Le Cheylard: Nach einem falschen Abzweig und der Rückkehr auf die richtige Strecke musste Stoschek zwei Teilnehmer überholen, um wieder an die richtige Position zu gelangen. „ Während der erste Fahrer fair Platz machte, tat dies ein Schweizer Alfa Romeo Pilot kaum und zog sogar wieder nach links, als wir auf gleicher Höhe waren. Ich musste in den tiefen Schnee ausweichen und versank in einem Graben. Zum Glück war ein Zuschauerfahrzeug in der Nähe und zog uns wieder auf die Bahn, doch im Ziel fehlten uns rund 11 Minuten“ kommentierte ein enttäuschter Stoschek seinen Platz 232 in dieser Prüfung.

Als die beiden Deutschen am 4. Februar gegen 2 Uhr morgens im Hafen von Monte Carlo über die Zielrampe rollten, hatten sie einschließlich einer Zeitstrafe, verursacht durch eine Straßensperrung in einer Ortschaft, den Gesamtrang 86 erreicht, Platz 17 in der Kategorie der Baujahre 1966-71 und Platz 4 in der Klasse über 2 Liter.

Michael Stoscheks Résumé: „Der Modus der Veranstaltung war neu für mich, aber die Monte ist sicher eine der faszinierendsten Rallyes überhaupt und fordert wirkliches Durchhaltevermögen. Am Ende hat es uns natürlich gewurmt, bei der großartigen Siegerehrung des ACM, des ältesten und vornehmsten Automobilclubs der Welt, mit leeren Händen dazustehen. Sollte ich im nächsten Jahr wieder teilnehmen, dann nur mit besserer Vorbereitung. Ich würde die Prüfungen vorher abfahren und mir vor allem die richtigen Reifen für Eis und Schnee besorgen.

Hinweis: Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Zur Datenschutzrichtlinie. OK.

Hinweis: Sie verwenden einen veralteten Browser. Einige Elemente können deshalb nicht korrekt dargestellt werden.

Sie haben „Privates Surfen” auf Ihrem Gerät aktiviert. Dies hindert uns daran, die Internetseite vollständig anzuzeigen.