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Berlin

Würzburg schlägt Berlin

Berlin, 17.02.2016

s.Oliver Baskets gewinnen das Nachholspiel bei Alba Berlin nach großem Kampf mit 90:83 (47:36). Die Serie endete dort, wo sie begann: Nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge sind die s.Oliver Baskets wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Der Aufsteiger gewann das Nachholspiel des 19. Spieltags der Beko BBL bei Alba Berlin nach großem Kampf und einer spannenden Schlussphase mit 90:83 (47:36). Würzburger Top-Scorer der Begegnung war Seth Tuttle, der mit 22 Punkten und 11 Rebounds nicht nur ein Double-Double auflegte, sondern auch seine Nervenstärke unter Beweis stellte: Der 23-Jährige verwandelte in den letzten 21 Sekunden des Spiels sechs Freiwürfe zum Sieg.

Deutlich mehr Kampfgeist und Aggressivität hatte s.Oliver Baskets Headcoach Doug Spradley nach der Niederlage in Hagen am Samstag von seiner Mannschaft gefordert. Seine Forderung wurde erfüllt – spätestens nach seiner frühen Auszeit in der 2. Spielminute, in der er seine Spieler wohl noch einmal daran erinnerte, was sie sich vorgenommen hatten. Denn Alba Berlin startete durch sechs Punkte von Robert Lowery besser ins Spiel und lag nach gut drei Minuten bereits mit 9:2 vorne.

Mit hoher Intensität in der Verteidigung, die sich schon frühzeitig in einer hohen Foulbelastung einiger Spieler zeigte, kämpften sich die Würzburger im Anschluss zurück in die Partie. Ein 8:0-Lauf, unter anderem möglich gemacht durch zwei Dreier von Seth Tuttle und Dru Joyce, brachte die erste Würzburger Führung (11:12).

Im zweiten Viertel sahen gut 9.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena ein völlig anderes Spiel: Während sich die Gastgeber im Angriff immer schwerer taten, spielten die Unterfranken immer selbstbewusster auf. Der Abschnitt begann mit erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen durch Joshiko Saibou und Seth Tuttle zum Zwischenstand von 27:32, wenige Minuten später schraubten Maurice Stuckey und Dru Joyce, der mit 15 Punkten und 11 Vorlagen ebenfalls ein Double-Double erzielte, den Vorsprung mit einem weiteren Doppelschlag von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum ersten Mal in zweistellige Höhe (31:41, 17. Minute).

Die Albatrosse brauchten eine Weile, um sich davon zu erholen: Beim Stand von 36:47 wurden die Seiten gewechselt, und auch im dritten Viertel zeigte die aggressive Defensive der Würzburger zunächst weiter Wirkung. Erst ab der 25. Minute kamen die Hauptstädter wieder öfter zum Abschluss und schafften es in der jetzt von beiden Seiten intensiv geführten Partie, sich auf 55:56 heranzukämpfen. Die Antwort kam postwendend von Maurice Stuckey, der erst einen Dreier traf und in der nächsten Szene einen Schnellangriff per Korbleger mit Bonusfreiwurf zum 55:62 abschloss.

Auch zu Beginn des Schlussabschnitts hielten die Baskets die Hausherren weiter auf Distanz: Stuckey, Joyce und zweimal Sebastian Betz sorgten für einen 10:2-Lauf, der den Gästen in der 33. Minute die höchste Führung im Spiel bescherte (59:72). Dann nutzten die Berliner Unkonzentriertheiten im Würzburger Angriff und starteten die nächste Aufholjagd, abgeschlossen vom starken Rob Lowery, der in der 37. Minute seinen vierten Dreier zum 75:75-Ausgleich traf.

Doch auch in dieser Situation ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen – und das, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits ohne ihre ausgefoulten Center Brendan Lane und Devin Searcy auskommen mussten. Erst setzte sich Dru Joyce am Korb durch und traf zum 75:77, dann fand er Seth Tuttle, der den Ball per Dunk zum 75:79 versenkte. Knapp zwei Minuten vor dem Ende war es dann Ruben Spoden, der per Dreier wieder auf 76:82 erhöhte – der entscheidende Lauf des Spiels, denn näher als drei Zähler kamen die Berliner danach nicht mehr heran.

22 Sekunden vor dem Ende verkürzte der ehemalige Würzburger Kresimir Loncar mit einem Dreier noch einmal auf 81:84, dann griffen die Berliner zu taktischen Fouls, um die Uhr zu stoppen. Dreimal schickten sie Seth Tuttle an die Linie, aber der 23-Jährige zeigte keine Nerven und verwandelte alle sechs Freiwürfe – die letzten beiden zum 83:90-Endstand exakt 5,1 Sekunden vor Schluss.

Doug Spradley, Headcoach s.Oliver Baskets: „Das war ein grandioser Sieg. Wir haben in den letzten Wochen nicht unseren besten Basketball gezeigt. Für das Spiel heute haben wir hart gearbeitet und hatten uns unabhängig vom Ergebnis vorgenommen, vierzig Minuten hart zu kämpfen. Das war der Unterschied zur klaren Niederlage vor drei Wochen, als wir teilweise nur zugeschaut haben. Heute waren wir sogar ein bisschen aggressiver als Berlin. Wir wollten alle einfachen Würfe unterbinden – wenn nötig auch mit Fouls. Das hat gut funktioniert, aber ich bin froh, dass wir nicht noch ein paar Minuten länger gespielt haben, denn dann hätte ich vielleicht keine Spieler mehr auf dem Feld gehabt.“

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